Die Angst vor dem Glücklich sein

Fotografie mit Zitat von Abraham Lincoln über das Glücklich sein - Judith Schier, psychologische Beratung Düsseldorf

Der Artikel, den ich hier zusammenfasse, beschäftigt sich mit dem Thema „Angst vor dem Glücklich sein“ und stellt Studienergebnisse vor, die verschiedene Aspekte dieser Angst beleuchten.

 

Er beginnt mit Psychologen aus England und Deutschland, die bestätigen, dass Menschen Probleme damit haben können, das Glücklich sein zuzulassen. Sie benennen als Grund hierfür die Angst vor den Folgen, wenn sie Glück empfinden.

 

Mögliche Folgen können z.B. sein:

  • Neid anderer
  • Zweifel daran, dass man es verdient hat
  • Angst davor, dass das Glück einen bald verlässt und das Tief dann um so schlimmer ist

 

Eine Psychologin aus Kanada stellte fest, dass manche Menschen in Momenten der Freude ein bestimmtes Verhalten zeigen. Sie versuchen:

  • Ihre Freude zu dämpfen
  • Sich zu beruhigen
  • Sich abzulenken

 

Meine Frage: machst du das vielleicht auch?

 

Um dieses Verhalten besser zu erfassen, entwickelten amerikanische Forscher eine Skala, die den Umgang mit guten Gefühlen abbildet. Dieser Umgang unterscheidet sich wie folgt:

  • Nachdenken über den eigenen Gefühlszustand
  • Nachdenken über sich selbst
  • Dämpfen der Glücksgefühle

 

Mögliche Ursachen zeigt der Artikel im Folgenden auch noch auf. Man vermutet, dass sie meist in der Kindheit liegen, in der man gelernt hat, dass das eigene Glück in irgendeiner Form negative Konsequenzen für einen selbst oder für andere hat.

 

 Zudem werden Studien genannt, die belegen, dass Menschen, die stark dazu tendieren, diese Glücksgefühle zu dämpfen, später häufig auch depressive Symptome zeigen. Darauf weisen auch Ergebnisse einer Studie hin, die über die „Fear of Happiness“ Scale herausarbeitet, wie groß die Angst vor dem Glücklich sein ist. Menschen, die hier hohe Werte erreichten, erzielten ebenfalls hohe Werte in einem Fragebogen zu Depressionen.

 

Der Artikel stellt nun aber klar, dass aus dieser Studie nicht hervorgeht, ob die Angst vor dem Glücklich sein Ursache, Folge oder Begleiteffekt einer Depression ist. Dazu braucht es noch mehr Forschung.

 

Nachdem der Artikel noch kulturelle Unterschiede im Umgang mit dem Glücklich sein aufzeigt, greift er Aussagen einiger Forscher und Psychologen auf, die empfehlen die Angst vor dem Glücklich sein therapeutisch zu versorgen.

 

Neben den positiven Seiten des Glücks geht der Artikel zuletzt noch auf die dunklen Seiten des Glücks ein. Im Glücksrausch riskieren Menschen mehr und achten weniger auf Gefahren. Außerdem handeln sie tendenziell unüberlegter, können sich Dinge schlechter merken und sind geiziger als Menschen, die weniger Glück empfinden.

 

 

Meine Meinung: Sollte man feststellen, dass man Angst davor hat, das Glück in sein Leben zu lassen, aus welchen Gründen auch immer, kann ich den Forschern und Psychologen nur beipflichten. Eine Unterstützung durch einen Psychotherapeuten, einen Heilpraktiker für Psychotherapie, ein Coach oder psychologischer Berater kann sehr hilfreich sein.

 

Wie ich aber bereits in anderen Artikeln geschrieben habe, ist es wichtig, diese Unterstützung mit Bedacht zu wählen. Sich mit seinem Therapeuten/Berater wohl und sicher zu fühlen ist zentral, denn es hat positive Auswirkungen auf den Weg, den man mit dieser Unterstützung geht. Schon an dieser Stelle kann man damit beginnen, das Glück in sein Leben zu lassen.

 

Denn denke daran: „Die meisten Menschen sind zu glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.“

 

Wie glücklich möchtest du sein?

 

 

Hier gibt es den vollständigen Artikel: http://www.spektrum.de/news/die-angst-vor-dem-gluecklichsein/1348921

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Reni (Montag, 03 Oktober 2016 12:21)

    Schöner Artikel. Glück bedeutet für mich, dass zu machen, was ich möchte. Regeln hindern einem am Glücklich sein.

    LG Reni