"Wir sind was wir denken" - Buddha

Bild mit einem Zitat aus "Safari des Lebens" - Judith Schier, psychologische Beratung

In einem meiner Lieblingsbücher "Safari des Lebens" von John Strelecky findet Ma Ma Gombe ganz ähnliche Worte, wie sie einst schon Buddha äußerte.

Und es stimmt, mit unseren Gedanken beeinflussen wir, wer wird sind. Unsere Gedanken haben Einfluss auf unseren Körper und unsere Gefühle. Durch unsere Gedanken ziehen wir bestimmte Energien und Menschen an und bestimmen unseren Blick auf diese Welt.

 

Deshalb lohnt es sich, achtsam zu sein, mit dem was wir denken. Wie viele negativen Gedanken schwirren dir tagtäglich durch den Kopf? Ist dir das mal aufgefallen?

 

"Das schaffe ich eh nicht"

 

"Die Kollegin nervt mich heute wieder maximal, ich könnte kotzen!"

 

"War ja klar, dass ich auf dem Weg zur Arbeit wieder im Stau stehe!"

 

Kommen dir solche oder ähnliche Gedanken bekannt vor? Dann lohnt es sich, wirklich einmal den Fokus auf deine Gedanken zu richten und zu beobachten, mit welchen Gedanken du durch den Tag gehst. Gibt es Sätze und Gedanken, die dir immer wieder begegnen? Sind sie positiv oder negativ bzw. fühlst du dich gut oder schlecht dabei?

 

Mein Tipp: nimm dir einen Tag vor, an dem du deine Sätze und Gedanken bewusst wahrnimmst und halte sie schriftlich für dich fest. Das hilft dabei, wirklich mal einen Überblick darüber zu bekommen, mit welchen Gedanken du dich und dein Leben tagtäglich beeinflusst.

 

Sind sie weitestgehend positiv? Herzlichen Glückwunsch! Ist es nicht schön, mit dieser Leichtigkeit durch dein Leben zu gehen? Und ab und zu dürfen ruhig auch mal negative Sätze dabei sein. Das gehört zum Leben dazu.

 

Hast du festgestellt, dass sie durchgehend oder so gut wie durchgehend negativ sind? Ganz schön scheiße, oder? Das fühlt sich nicht gut an, macht schlechte Laune und die Tage sind zäh wie Kaugummi, ich weiß.

Die gute Nachricht: du kannst das ändern und den ersten Schritt dafür hast du bereits getan! Du hast begonnen dir darüber bewusst zu werden, was du denkst. Das ist enorm wichtig, um deine Gedanken und somit auch dein Wohlbefinden und dein Leben positiv auszurichten.

 

Bei manchen Sätzen kannst du zum Beispiel einfach anfangen das "nicht" wegzulassen. So wird aus "ich schaffe es eh nicht" der positive Gedanke "ich schaffe es".

Aber achte darauf, was passiert, wenn du das "nicht" weg lässt. Bei einem Satz wie "ich werde nicht krank" wirst du wohl kaum das "nicht" streichen wollen. Es sei denn, dir macht es Spaß krank zu sein. Sinnvoll sind hier positive Neuformulierungen wie "ich bleibe gesund".

 

Sätze wie über die nervige Kollegin sind da schon etwas anspruchsvoller in der Neuformulierung. Da lohnt es sich, ganz bei dir zu bleiben und dich zu fragen, was genau dich eigentlich nervt? Redet sie zu viel oder zu laut? Ist sie total verplant oder schusselig? Was hat das Ganze mit dir zu tun? Denn wenn uns ein Gegenüber nervt oder provoziert, ist das meist ein Indiz dafür, dass es etwas mit dir selbst zu tun hat.

Kommst du deshalb nicht zu Wort oder stört die Lautstärke dich in deiner Ruhe? Wäre es dann nicht gut, dir Raum für dich zu nehmen? Statt dich über die Kollegin zu ärgern kannst du dir Sätze sagen wie zum Beispiel "Wenn ich etwas sagen möchte, dann habe ich das Recht dazu und äußere meine Gedanken auch" oder "Mein Wohlbefinden und meine Bedürfnisse sind wichtig, deshalb setze ich mich dafür ein, dass es an meinem Arbeitsplatz ruhiger wird. Meiner Kollegin teile ich dieses Bedürfnis wohlwollend und wertschätzend mit".

 

"Und wie sieht es mit dem Stau aus?" wirst du dich jetzt vielleicht fragen. Tja, wirklich etwas daran ändern, dass du im Stau stehst, kannst du wohl kaum. Stimmt. Das liegt nicht in deiner Hand. Aber es liegt in deiner Hand, mit welchen Gedanken und Gefühlen du aus dem Stau heraus fährst. Verärgert, genervt, schlecht gelaunt? Oder doch lieber gelassen, entspannt und gut gelaunt? Ich wäre ja für letzteres! Wie wäre es denn mit einem Gedanken wie "Ach entspannt, jetzt habe ich ein wenig Zeit für mich". Du kannst dabei schöne Musik hören, dich in anderen positiven Gedanken üben und lernen darauf zu vertrauen, dass alles seinen Sinn hat. Offensichtlich sollst du heute nicht pünktlich zur Arbeit kommen. Warum auch immer das so ist, es wird seine Richtigkeit haben. Vertraue!

 

Fühlen sich solche Gedanken noch fremd, vielleicht sogar unglaublich an? Das ist ganz normal und es ist für den Anfang auch nicht wichtig, dass du glaubst, was du da denkst oder sagst. Dein Gehirn schaltet trotzdem um. Dafür braucht es aber Zeit und konsequentes Üben.

Insofern kann ich dich nur ermutigen am Ball zu bleiben! Sei achtsam in dem was du denkst und sagst, sei nachsichtig mit dir, wenn du dich wieder bei alten Gedanken erwischt, sei stolz darauf, dass du es bemerkt hast. Freue dich über jeden neuen, positiven Gedanken und freue dich auf das neue Lebensgefühl, dass sich mit der Zeit einstellen wird.

 

Ich wünsche dir viel Freude, Neugier und Einfallsreichtum bei der Umprogrammierung deines Gehirns.

 

© Judith Schier

 

 

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